GHK-Cu in einem Satz
GHK-Cu — auch Kupfer-Tripeptid-1, in Kosmetik Copper Tripeptide-1 — ist ein kleines Peptid aus drei Aminosäuren (Glycin, Histidin, Lysin), das ein Kupfer(II)-Ion fest bindet. CAS-Nummer 89030-95-5, Molekulargewicht 402,92 Da, Summenformel C₁₄H₂₃N₆O₄Cu.
Aufbau: drei Aminosäuren und ein Kupfer-Ion
Das Peptid GHK besteht aus Glycin, Histidin und Lysin, in genau dieser Reihenfolge. Es hat eine hohe Affinität zu Kupfer(II): Das Metall wird vor allem über Stickstoffatome im Glycin- und Histidin-Teil gebunden, so entsteht ein stabiler Komplex. Dieser Komplex ist blau-violett — die typische Farbe von Kupfer(II)-Verbindungen. GHK ohne Kupfer ist dagegen ein weißes Pulver.
Für die Forschung wird GHK-Cu als lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Pulver geliefert. In dieser Form ist es lange stabil; gelöst wird es erst im Labor, üblicherweise in Wasser oder PBS-Puffer.
Herkunft: 1973 im menschlichen Serum entdeckt
Loren Pickart und M. M. Thaler isolierten das Tripeptid Anfang der 1970er-Jahre aus menschlichem Serum und beschrieben 1973, dass es in Zellkultur das Überleben von Leberzellen verlängerte (PubMed 4349963). Später wurde GHK auch in Speichel und Urin nachgewiesen. Seitdem ist es eines der am längsten untersuchten kleinen Peptide.
GHK, GHK-Cu und AHK-Cu — die Unterschiede
| Stoff | Aufbau | Kupfer | Farbe |
|---|---|---|---|
| GHK | Gly-His-Lys | nein | weiß |
| GHK-Cu | Gly-His-Lys:Cu²⁺ | ja, als Komplex | blau-violett |
| AHK-Cu | Ala-His-Lys:Cu²⁺ | ja, als Komplex | blau |
AHK-Cu ist ein naher Verwandter: Statt Glycin steht Alanin am Anfang. Die meisten Arbeiten zu „Kupferpeptiden“ beziehen sich aber auf GHK-Cu.
Kosmetik oder Forschung?
Wer nach GHK-Cu sucht, stößt schnell auf Seren und Cremes. Dort steht der Stoff als Copper Tripeptide-1 in der Inhaltsstoffliste — als ein Bestandteil einer fertigen Rezeptur, in geringer Konzentration. Das ist etwas grundlegend anderes als reines GHK-Cu-Pulver für die Forschung: Dort geht es um die Substanz selbst, ihre Reinheit (per HPLC gemessen) und einen Laborbericht, der sie belegt.
Was die Forschung untersucht hat
Die wichtigsten Stationen aus fünf Jahrzehnten — alle aus Zellkultur und Tiermodellen:
| Jahr | Arbeit | Modell | Quelle |
|---|---|---|---|
| 1973 | Tripeptid aus menschlichem Serum verlängert das Überleben von Leberzellen | Zellkultur | PubMed 4349963 |
| 1988 | Gesteigerte Kollagensynthese in Fibroblastenkulturen unter GHK-Cu | Zellkultur | PubMed 3169264 |
| 1993 | Vermehrte Bindegewebsbildung im Wundmodell | Ratte | PubMed 8227353 |
| 2012 | Übersicht zu Befunden rund um oxidativen Stress | Übersichtsarbeit | PubMed 22666519 |
| 2015 | Übersicht zu Signalwegen in Regenerationsmodellen der Haut | Übersichtsarbeit | PubMed 26236730 |
| 2018 | Auswertung von Genexpressionsdaten: GHK verändert die Aktivität zahlreicher Gene | Übersichtsarbeit | PubMed 29986520 |
Grenzen der Datenlage
Die Befunde stammen überwiegend aus Zellkultur und Tiermodellen, und ein großer Teil der Übersichtsarbeiten kommt aus derselben Forschungsgruppe um Loren Pickart. Wie belastbar einzelne Ergebnisse sind, lässt sich erst mit unabhängigen Wiederholungen sagen. Aussagen über eine Wirkung am Menschen lassen sich aus dieser Datenlage nicht ableiten — und GHK-Cu als Forschungsmaterial ist dafür auch nicht bestimmt.
GHK-Cu für die Forschung beziehen
Wir führen GHK-Cu als lyophilisiertes Pulver mit 99,65 % HPLC-Reinheit in 50 mg und 100 mg, mit Laborbericht von Janoshik Analytical und Versand aus deutschem Lager. Preise, Laborbericht und Lieferzeiten stehen auf der Produktseite GHK-Cu; worauf man bei Forschungspeptiden generell achten sollte, erklärt der Ratgeber Peptid-Shop seriös? 7 Prüfpunkte. Wie sich GHK-Cu von BPC-157 unterscheidet, zeigt der Vergleich GHK-Cu vs. BPC-157.

